Das Dorf Dötlingen, erstmals 1203 erwähnt, liegt 6 Km von der Kreisstadt Wildeshausen entfernt, im Oldenburger Land - ein Bilderbuchdorf malerisch am Hang zur Hunte. Von der Jahrhundertwende bis 1914 war es Künstlerkolonie. Unter hohen Eichen und Buchen finden sich noch zahlreiche reetgedeckte Fachwerkhäuser im Niedersachsenstil, so im Dorfring das größte Niedersachsenhaus in Vierständerbauweise, der Tabkenhof (Maße: 58 m Länge, 17m Breite), davor die 1000-jährige Dorfeiche. Die kleine, aber wuchtig wirkende Feldsteinkirche St. Firminus datiert aus dem Jahre 1100. Der klotzige Turm und die kleinen Fenster sind romanischen Ursprungs, spätere Verlängerungen des Kirchenschiffs brachten gotische Stilelemente. Früheste intensive Besiedlung Dötlingens bezeugen 11 jungsteinzeitliche Grabanlagen

 







Die Dötlinger Firminus - Kirche ist erstmals 1270 beurkundet, als der Innenraum um den heutigen gotischen Altarraum bereits erweitert war. Benannt ist die Kirche nach dem hl. Firminus, Bischof von Amiens, der im 4. Jhd. den Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen starb. Der älteste Teil mit frühromanischen Stilelementen stammt aus der Zeit um 1100. Der gotische Anbau erfolgte um 1250. Wie bei Feldsteinkirchen üblich, steht der Turm im Westen, sein Mauerwerk misst teilweise 1,80m. Bis 1949 deckten den Turmhelm noch Halbrundpfannen (sog. Mönch + Nonne). Typisch für die frühromanische Baukunst sind außen die mächtigen Granitquader, innen die überputzten Granitsteine. Zwischenräume wurden mit Kalkmörtel und Gussmauerwerk ausgefüllt. Im Innern fällt der reichverzierte barocke Altaraufbau ins Auge, ein auffälliger Gegensatz zum schlichten wuchtigen Gemäuer der Firminus - Kirche. Um 1613 dürften die Emporen eingebaut sein. Erstmals wird Dötlingen als Thutelinge 1203 erwähnt und feiert somit in diesem Jahr sein 800 jähriges Bestehen . Landschaftlich bevorzugt bietet der Ort heute dem Urlauber das Bild einer besonders gastlichen Gemeinde. Bekannt ist Dötlingens Gastronomie durch kulinarische Spezialitäten. Zahlreiche urige Landgasthöfe servieren im Frühjahr z.B. Spargelgerichte (direkt vom Erzeuger), auch Wild - und Fischspezialitäten bereichern die Speisekarte. Nicht zu vergessen die zünftigen Kohlfahrten, sobald der erste Frost den Grünkohl "reif" gemacht hat. Serviert mit Kochwurst, Kasseler, Speck und Pinkel ist gerade Dötlingen für dieses " Oldenburger Nationalgericht" Anlaufstelle.








Landschaftlich bevorzugt ist der romantische Ort durch seine reizvolle Umgebung mit imposanten Wäldern, Heideflächen und Flachmooren. Ganz besonders aber prägt die Hanglage zur Hunte den malerischen Urlaubsort mit einer Fülle von alten Reetdachhäusern. War Dötlingen schon vor dem 1. Weltkrieg Künstlerort, so verweilen auch heute Kunstinteressierte gern in Dötlingens Galerien. Ein kultureller Mittelpunkt besonderer Art ist das Püttenhus. Handwerkliche Töpfer-, Webe- und Schmuckarbeiten sind hier z.B. regelmäßig zu bewundern. Wegen des besonderen Flairs dieses kleinen Reetdachhäuschens werden hier seit geraumer Zeit auch Trauungen in stilvoller Umgebung vollzogen. Die Geestlandschaft lädt ein zum Wandern, Radfahren und natürlich zu Reiten. Auf der nahen Hunte sind Kanufahrer nicht mehr wegzudenken und Angler versuchen hier und an den Zahlreichen Angelteichen ihr Glück.